Gesund und schmerzfrei durch den Winter

Hilfsmittel Spezial-Sessel bei Beweglichkeitsstörungen

Alte Menschen bewegen sich anders, als junge Menschen. Spannkraft und Agilität, Kraft und Beweglichkeit lassen im Alter nach. Das zeigt sich besonders bei betagten Menschen deutlich. Für eine uneingeschränkte Beweglichkeit müssen verschiedene Organsysteme des Körpers funktionstüchtig sein:

  • Bewegungsapparat (Muskeln und Gelenke zur Ausführung der Bewegungen)
  • Nervensystem (Steuerung der Bewegungen, Gleichgewichtssinn)
  • Herz-Kreislauf-System und Lunge (Durchblutung und damit Sauerstoff- und Nährstoffversorgung der Muskulatur)
  • Psyche und Geist (Antrieb und Zielgerichtetheit einer Bewegung)

Alterungsprozesse

Im Alter sind normale Alterungsmerkmale zu erkennen: die Kraft lässt nach, die Gelenkbeweglichkeit wird genauso eingeschränkt wie die Reaktionsgeschwindigkeit. Ebenso stellt im Alter auch die Gleichgewichtsreaktion und die Sinneseindrücke mit der Feinmotorik sich ein. Eine Beweglichkeitsstörung wird aber erst dann daraus, wenn durch weitere Einschränkungen oder Schmerzen die normal mögliche Funktion des Bewegungsapparates weiter einschränken.

Häufiges stolpern im Alter hat einen Namen: Veränderungen des Bewegungsapparates

An den Knochen nimmt der Kalziumgehalt ab, die Knochen werden dadurch instabiler, brüchiger und weniger belastbar. Das betrifft insbesondere die Knochen und des Beckens.

  • Die Gelenke verändern sich im Laufe der Jahre durch die fortwährende Belastung. Das bedeutet insbesondere, dass die schützende Knorpelschicht dünner wird. Sie ist auch nicht mehr so elastisch. Die Beweglichkeit des Gelenks nimmt ab und kann schmerzhaft werden.
  • Die Muskeln verlieren an Masse, jährlich etwa um 0,5 Prozent. Die fehlende Masse wird in der Regel durch Fettgewebe ersetzt. Dadurch wird die Kraft der Muskel geringer. Der Kraftverlust verteilt sich nicht auf alle Muskelgruppen gleich stark. Besonders betroffen ist häufig der Muskel, der den Fuß anhebt. Dadurch kommt es in höherem Alter oft zu häufigem Stolpern.
  • Das stützende Bindegewebe (Sehnen, Bänder) verliert an Elastizität. Dadurch wird die Beweglichkeit eingeschränkt. (Quelle: medizininfo.de)

 

Teil-Hilfsmittelverzeichnis für Personen mit Beweglichkeitsstörungen für Pflegebett und Spezialsessel elektrisch

Inhalt

  1. Hilfsmittel gegen Dekubitus (z. B. spezielle Matratzen, Spezialsessel)
  2. Inkontinenzmittel (Bettschutzeinlagen, Bezugsmaterial Spezial Sessel)
  3. Orthopädische Hilfsmittel (Pflegebett, Sessel und Trippelstuhl)
  4. Krankenpflegeartikel (behindertengerechtes Bett oder Sessel)
  5. Mobilitäts- und Lagerungshilfen (Geh-, Sitz-, Liege- und Aufstehhilfen)
  6. Erläuterung zum Pflegestärkungsgesetz (PSG II)

(1) Hilfsmittel gegen Dekubitus (z. B. spezielle Matratzen, Spezialsesselauflagen und Bezüge) Weichpolsterauflagen, Auflagen aus Weichlagerungsmaterialien, Schaumauflagen (Sondergrößenversorgung) mit austauschbaren Elementen,

Auflagen aus Weichpolstermaterialien dienen je nach angegebener Zweckbestimmung (siehe Einzelproduktauflistung) der Dekubitusprophylaxe und/oder -therapie und wirken nach dem Weichlagerungsprinzip. Sie bestehen aus einem Auflagenkern aus weichen, gegeneinander verschiebbaren Füllungen (z.B. Fasern) und werden von einem nicht ablösbaren Bezug umgeben und in Form gehalten. Ein weiterer, abnehmbarer und auch waschbarer Bezug dient der Regulierung des Mikroklimas und dem Schutz der Auflage.

Eine aktivierende Pflege wird demzufolge erschwert. Bedingt durch die Kombination "harte" Matratze und "weiche" Auflage ist der Patient aber im Vergleich zu weichlagernden Matratzenersatzsystemen oftmals auf den Auflagen noch besser zu mobilisieren. Eine gezielte Lagerung des Patienten - ggf. unter Verwendung spezieller Lagerungshilfen - ist möglich. Die Produkte können eine manuelle Lagerung des Patienten nicht ersetzen, aber ggf. das Lagerungsintervall verlängern. Schaumauflagen mit einteiliger Liegefläche dienen je nach angegebener Zweckbestimmung  der Dekubitusprophylaxe und/oder -therapie und wirken nach dem Weichlagerungsprinzip. Sie bestehen aus einem Auflagenkern aus weichem Schaumstoff. Die Liegefläche ist glatt und nicht weiter strukturiert, kann aber aus verschiedenen Schaumstoffen unterschiedlicher Härtegrade (z.B. besonders weiches Material für den Sakralbereich, Randzonenverstärkung aus härterem Material zur leichteren Mobilisierung des Patienten) bestehen.   

Mehrschichtige Schaumstoffauflagen bestehen aus einer Kombination verschiedener Schaumstoffe, die sandwichartig angeordnet sind. Die Schaumstoffe unterscheiden sich dabei z.B. in ihrer Härte. Viskoelastische Schaumstoffe verändern ihre Härte bei Temperatureinwirkung und passen sich so dem Körper an, was eine gleichmäßigere Druckverteilung zur Folge hat, prominente Körperstellen können besser entlastet werden.  Ein abnehmbarer und auch waschbarer Bezug dient der Regulierung des Mikroklimas und dem Schutz der Auflage.

Die Auflagen werden auf vorhandene herkömmliche Matratzen aufgelegt und, z.B. durch Fixierbänder oder Einschläge an der unteren Matratze fixiert. Eine Nutzung ohne unterliegende Matratze ist nicht möglich. Soll die Auflage in einem Bett mit Seitengitter genutzt werden, so ist auf eine ausreichende Höhe des Seitengitters zu achten, ggf. muss auf andere Produkte ausgewichen werden. Durch die Weichlagerung wird der entstehende Auflagedruck auf eine größere Fläche verteilt, der Patient sinkt in das Material ein, es kommt zu einer partiellen Reduzierung des Druckes, die Durchblutung wird verbessert und das Entstehungsrisiko für Dekubitus wird vermindert. Eine dauernde Weichlagerung birgt immer den Nachteil, dass der Patient sein Körperschema verlieren kann, dass die Beweglichkeit eingeschränkt wird, und dass es zu einer Reduzierung von Spontanbewegungen kommen kann. Eine aktivierende Pflege wird demzufolge erschwert. Bedingt durch die Kombination "harte" Matratze und "weiche" Auflage ist der Patient aber im Vergleich zu weichlagernden Matratzenersatzsystemen oftmals auf den Auflagen noch besser zu mobilisieren. Eine gezielte Lagerung des Patienten - ggf. unter Verwendung spezieller Lagerungshilfen - ist möglich.

Die Produkte können eine manuelle Lagerung des Patienten nicht ersetzen, aber ggf. das Lagerungsintervall verlängern. Schaumauflagen mit einteiliger Liegefläche dienen je nach angegebener Zweckbestimmung (siehe Einzelproduktauflistung) der Dekubitusprophylaxe und/oder -therapie und wirken nach dem Weichlagerungsprinzip. Sie bestehen aus einem Auflagenkern aus weichem Schaumstoff. Die Liegefläche ist glatt und nicht weiter strukturiert, kann aber aus verschiedenen Schaumstoffen unterschiedlicher Härtegrade (z.B. besonders weiches Material für den Sakralbereich, Randzonenverstärkung aus härterem Material zur leichteren Mobilisierung des Patienten) bestehen.   Mehrschichtige Schaumstoffauflagen bestehen aus einer Kombination verschiedener Schaumstoffe, die sandwichartig angeordnet sind.

Die Schaumstoffe unterscheiden sich dabei z.B. in ihrer Härte. Viskoelastische Schaumstoffe verändern ihre Härte bei Temperatureinwirkung und passen sich so dem Körper an, was eine gleichmäßigere Druckverteilung zur Folge hat, prominente Körperstellen können besser entlastet werden. Ein abnehmbarer und auch waschbarer Bezug dient der Regulierung des Mikroklimas und dem Schutz der Auflage. Die Auflagen werden auf vorhandene herkömmliche Matratzen aufgelegt und, z.B. durch Fixierbänder oder Einschläge an der unteren Matratze fixiert. Eine Nutzung ohne unterliegende Matratze ist nicht möglich. Soll die Auflage in einem Bett mit Seitengitter genutzt werden, so ist auf eine ausreichende Höhe des Seitengitters zu achten, ggf. muss auf andere Produkte ausgewichen werden.

Eine gezielte Lagerung des Patienten - ggf. unter Verwendung spezieller Lagerungshilfen - ist möglich. Die Produkte können eine manuelle Lagerung des Patienten nicht ersetzen, aber ggf. das Lagerungsintervall verlängern. Schaumauflagen mit austauschbaren Elementen dienen je nach angegebener Zweckbestimmung (siehe Einzelproduktauflistung) der Dekubitusprophylaxe und/oder -therapie und wirken nach dem Weich- und Freilagerungsprinzip, bewirken aber auch eine Scherkraftminderung. Sie bestehen aus kleinen, oftmals würfelförmigen Schaumstoffelementen, die sich in einem Rahmen befinden oder durch ein wabenartiges Kunststoff- bzw. Metallgitter in Position gehalten werden. Die Liegefläche ist strukturiert und unterbrochen und kann aus verschiedenen Schaumstoffen unterschiedlicher Härtegrade (z.B. besonders weiches Material für den Sakralbereich, Randzonenverstärkung aus härterem Material zur leichteren Mobilisierung des Patienten) bestehen.       

Durch die Möglichkeit einzelne Würfel gezielt herauszunehmen oder gegen andere Schaumstoffhärten auszutauschen ermöglichen eine individuelle Behandlung der Dekubitus gefährdeten Körperstellen und eine gezielte Entlastung bereits betroffener Stellen. Mehrschichtige Schaumstoffwürfel bestehen aus einer Kombination verschiedener Schaumstoffe, die sandwichartig angeordnet sind. Die Schaumstoffe unterscheiden sich dabei z.B. in ihrer Härte. Viskoelastische Schaumstoffe verändern ihre Härte bei Temperatureinwirkung und passen sich so dem Körper an, was eine gleichmäßigere Druckverteilung zur Folge hat, prominente Körperstellen können entlastet werden. Ein abnehmbarer und auch waschbarer Bezug dient der Regulierung des Mikroklimas und dem Schutz der Auflage. Die Auflagen werden auf vorhandene herkömmliche Matratzen aufgelegt und, z.B. durch Fixierbänder oder Einschläge an der unteren Matratze fixiert. Eine Nutzung ohne unterliegende Matratze ist nicht möglich. Soll die Auflage in einem Bett mit Seitengitter genutzt werden, so ist auf eine ausreichende Höhe des Seitengitters zu achten, ggf. muss auf andere Produkte ausgewichen werden.

Die Produkte können eine manuelle Lagerung des Patienten nicht ersetzen, aber ggf. das Lagerungsintervall verlängern. Schaumauflagen mit unterteilter Liegefläche dienen je nach angegebener Zweckbestimmung (siehe Einzelproduktauflistung) der Dekubitusprophylaxe und/oder -therapie und wirken nach dem Weichlagerungsprinzip, bewirken aber auch eine Scherkraftminderung. Sie bestehen aus einem Auflagenkern aus weichem Schaumstoff. Die Liegefläche ist strukturiert oder unterbrochen (z.B. Luftkanäle) und kann aus verschiedenen Schaumstoffen unterschiedlicher Härtegrade (z.B. besonders weiches Material für den Sakralbereich, Randzonenverstärkung aus härterem Material zur leichteren Mobilisierung des Patienten) bestehen. Mehrschichtige Schaumstoffauflagen bestehen aus einer Kombination verschiedener Schaumstoffe, die sandwichartig angeordnet sind. Die Schaumstoffe unterscheiden sich dabei z.B. in ihrer Härte. Viskoelastische Schaumstoffe verändern ihre Härte bei Temperatureinwirkung und passen sich so dem Körper an, was eine gleichmäßigere Druckverteilung zur Folge hat, prominente Körperstellen entlastet werden. Ein abnehmbarer und auch waschbarer Bezug dient der Regulierung des Mikroklimas und dem Schutz der Auflage. Die Auflagen werden auf vorhandene herkömmliche Matratzen aufgelegt und, z.B. durch Fixierbänder oder Einschläge an der unteren Matratze fixiert. Eine Nutzung ohne unterliegende Matratze ist nicht möglich. Soll die Auflage in einem Bett mit Seitengitter genutzt werden, so ist auf eine ausreichende Höhe des Seitengitters zu achten, ggf. muss auf andere Produkte ausgewichen werden.

Durch die Weichlagerung wird der entstehende Auflagedruck auf eine größere Fläche verteilt, der Patient sinkt in das Material ein, es kommt zu einer partiellen Reduzierung des Druckes, die Durchblutung wird verbessert und das Entstehungsrisiko für Dekubitus wird vermindert. Die Strukturierung der Liegefläche kann eine Verbesserung des Mikroklimas und eine Reduzierung von Scherkräften bewirken. Eine dauernde Weichlagerung birgt immer den Nachteil, dass der Patient sein Körperschema verlieren kann, dass die Beweglichkeit eingeschränkt wird, und dass es zu einer Reduzierung von Spontanbewegungen kommen kann. Eine aktivierende Pflege wird demzufolge erschwert. Bedingt durch die Kombination "harte" Matratze und "weiche" Auflage ist der Patient aber im Vergleich zu weichlagernden Matratzenersatzsystemen oftmals auf den Auflagen noch besser zu mobilisieren. Eine gezielte Lagerung des Patienten - ggf. unter Verwendung spezieller Lagerungshilfen - ist möglich. Auszug aus GKV-Spitzenverband Heilmittelverzeichnis

 (2) Inkontinenzmittel (Bettschutzeinlagen, Bezugsmaterial Spezial Sessel)

Kaltschaumbett mit Ankersystem und abnehmbarem Inkontinenzbezug mit 3-seitigem Reißverschluss, atmungsaktiv und PU-beschichtet (Bett). Flüssigkeitsundurchlässigem, antibakteriellen Bezugsstoff z.B. bei Inkontinenz für Spezialsessel. Wiederverwendbare, saugende Bettschutzeinlagen sind Saugkissen, die mit speziell saugenden Fasern gefüllt sind. Die Unterseite ist aus einem flüssigkeitsundurchlässigen Material, die Oberseite bildet eine Vliesschicht (Bett).

 (3) Orthopädische Hilfsmittel (Pflegebett, Sessel und Trippelstuhl)

Arthrodesenkissen sind Sitz- bzw. Stuhlauflagen, die entweder aus härteren Schaumstoffen oder einer Kunststoffschale gefertigt sind. Die eigentlichen Sitz- sowie die Oberschenkelauflageflächen sind anatomisch vorgeformt, so dass eine Entlastung hauptsächlich für den Hüftbereich erreicht werden kann. Diese Produkte sind für den Transport geeignet, um auf unterschiedliche Sitzgelegenheiten aufgelegt werden zu können. Arthrodesensitzkissen, links, rechts, doppelseitig, Arthrodesensitzkissen aus vorgeformtem Schaumstoff mit textilem Überzug und Tragegriff, Höhe 11 cm, Breite 43 cm, Tiefe 40 cm. Arthrodesensitzkissen aus vorgeformtem PU-Schaumstoff mit textilem Überzug und Tragegriff, Keileinschnitt links, rechts oder beidseitig angeordnet sowie Ausführung mit variablem, klettbarem Keil. (Material: PU-Schaumstoff: 43 kg/m³ Raumgewicht, 9 kPa Stauch Härte, Baumwollbezug.

(4) Krankenpflegeartikel (behindertengerechtes Bett oder Sessel)

Hilfsmittel werden für die häusliche Krankenpflege benötigt und werden von der Krankenkasse bezahlt. Pflegehilfsmittel werden von der Pflegeversicherung bezahlt.

Der eigentliche Unterschied besteht lediglich darin, wer die Kosten für das Hilfsmittel übernimmt,

  • Werden die Kosten über die gesetzliche Krankenversicherung übernommen, heißt es Hilfsmittel. Der Anspruch auf Hilfsmittel ist im § 33 SGB V verankert.
  • Werden die Kosten von der Pflegekasse übernommen, heißt es Pflegehilfsmittel. Der Anspruch auf Pflegehilfsmittel ist im § 40, Abs.1 SGB XI (Sozialgesetzbuch) verankert.

Für den Patienten selber hat es keine Nachteile, wer letztendlich der Kostenträger ist. Wichtig ist, dass überhaupt eine Kostenübernahme erfolgt.

 

Wenn Sitzen zum Problem wird

Ein Bericht von Frank Grebe zur Sitz- und Liege Kultur im Sessel

Die Faszination heiligt die Mittel. Elektrisch betriebene Sessel sind immer noch vom Motor her wartungsfrei. Benutzerfreundliche Bedienelemente, denn das Leben ist unberechenbar. Die Dominanz des Sessels bestimmt den Alltag. Die Freiheit bestimmt den Ablauf.  In welcher Reihenfolge der Sessel benutzt wird hängt von der Stimmung ab, wer gerade der Benutzer sein wird. Nur Sitzen wäre fatal. Und schädlich ist das stundenlange Sitzen ohnehin. Die Hersteller von Sesseln lassen sich immer etwas einfallen, damit der Verbraucher das Gefühl bekommt eine Ewigkeit in dem Objekt verweilen zu können – ohne Schaden zu nehmen. Schon oft wurde darüber geschrieben    auch unter dem Begriff: „Wer länger sitz ist früher Tod“. Aber sehen wir das nicht vielleicht ein wenig zu Engstirnich?

Der Reporter auf der Tribüne sitz verkrampft auf dem Stuhl oder Hocker, wobei der Moderator im Fernsehen meist steht oder in einem Sessel sitz. Von Anspannung istda kaum etwas zu bemerken. Die Körperhaltung ist überwiegend entspannt. Der Alltag im Büro und am Arbeitsplatz mit einem Stuhl wird da die Belastungsprobe sein um die Anspannung zu erfahren. Und wir erfahren noch mehr vom Sitzen.

Die Couchpotatos kommen nicht umher als Langweiler zu gelten. Und wer faul ist bleibt besser sitzen. Im Alter kommt der Bluthochdruck, Muskelverspannungen, Diabetes, Arteriosklerose, Thrombosen und Krebsleiden. Dr. Madal, ein dänischer Chirurg, der sich über 30 Jahre  mit dem Sitzen beschäftigte, beobachtete, dass die Rückenlehne (egal ob 90° oder 110° Grad) beim Arbeiten meist nicht genutzt wird, da sich die Leute nach vorne beugen. Eine skandinavische Studie bestätigte, dass Menschen eine Rundrückenposition einnehmen, sobald     sie einer nach vorne ausgerichteten Arbeit nachgehen und dass eine Lordose Wölbung des Stuhls in diesem Fall zusätzlich zu erhöhter Bandscheibenbelastung beiträgt. Denn die Kyphose (Rundrücken) wird sogar verstärkt, wenn der Lendenbereich hinten bleibt, während   sich der Kopf nach vorne beugt. Gleichzeitig wissen wir aber auch das Sitzende besser lernen können und die geistige Aufnahme besser  ist als Menschen die Liegen oder Stehen. Bemerkbar macht sich das gleich nach der Geburt: Neugeborene genießen es, wenn sie in einer aufrechten, vertikalen Position gehalten werden. "Man kann das schon bei ganz kleinen Kindern an der Reaktion der Augen sehen", sagt Manja Hadders-Algra, Professorin für Entwicklungsneurologie an der niederländischen Universität Groningen. "In dieser Position passiert etwas im Gehirn der Kinder, dass sie aufmerksamer macht. Sie können sich dann besser im Raum orientieren und mit der Umwelt in Interaktion treten. Das fördert die gesamte motorische, kognitive und soziale Entwicklung."  Aber das passiert nur in den ersten Jahren und bezieht sich nicht auf das ganze Leben. Bleiben wir weiter dem Focus Sitzen treu und versuchen wir uns nun vorzustellen das wir wieder etwas Neues zu Hause haben wollen. Die Suche gestaltet sich schwierig. Kataloge sind voll von Sesseln und Sitzgelegenheiten. Nein das bringt alles nicht – und nun geht es in die Stadt. Design und neueste Trends nehmen Einfluss und das Wort Ergonomie findet selbst in einer Zahnbürste Einlass.

Wie sitze ich gut, so gut das ich ohne Gliederschmerzen aufstehen kann. Ohne diese kleinen Schmerzen in den Gelenken, vor allem in den Knien. Da braucht es schon einen Sessel der schon die richtige Sitzhöhe hat. Zu niedrig bedeutet, aufstehen wird zum Kletterkurs.  Oder man nimmt Anlauf um sich mit Schwung vom Sessel zu erheben. In jungen Jahren ist das alles kein Problem. Aber je älter man wird, umso mehr spürt man die Anstrengung. Warum nicht gleich das richtige Sitzmöbel kaufen. Besser ist es in jedem Fall.