Coronaschutzimpfungen: Bayern bereitet sich vor

 

 
 
 
 

Impfstoff und Verteilung

Ab wann steht ein Impfstoff zur Verfügung?

Ein Impfstoff wird noch im Dezember verfügbar sein. Es wird voraussichtlich der Impfstoff von BioNTech/Pfizer sein. In den ersten vier Wochen ab Zulassung des ersten Impfstoffs könnte eine größere Menge an Impfdosen in Bayern zur Verfügung stehen und bereits ab dem 27. Dezember verabreicht werden.

 

Wer wird zuerst geimpft?

Weil anfänglich nicht ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht, ist eine Priorisierung erforderlich. Zunächst sollen die über 80-jährigen sowie Bewohner von Pflegeheimen und Einrichtungen für geistig Behinderte geimpft werden. Zur ersten Gruppe gehören auch das Personal dieser Häuser und Menschen mit besonders hohem Ansteckungsrisiko. Diese Reihenfolge wird bei den zweiten Impfungen beibehalten. Für die Immunisierung sind zwei Impfungen erforderlich.

Die Reihenfolge der Impfungen regelt eine Rechtsverordnung des Bundesgesundheitsministeriums. Sie beruht auf der Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission beim Robert Koch-Institut. Diese Rechtsverordnung soll rückwirkend ab 15.Dezember 2020 in Kraft treten.

Es gibt insgesamt vier Impfkategorien. In der ersten Phase sollen Personen mit höchster Priorität geimpft werden, gefolgt von Menschen mit hoher und anschließend mit erhöhter Priorität, bis in der letzten und vierten Phase alle übrigen Personen ebenfalls geimpft werden können.

Wer gehört zur Impfgruppe mit höchster Priorität?

  • Über 80-Jährige
  • Personen, die in stationären Einrichtungen für ältere oder pflegebedürftige Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder tätig sind
  • Pflegekräfte in ambulanten Pflegediensten
  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen mit hohem Expositionsrisiko wie Intensivstationen, Notaufnahmen, Rettungsdienste, als Leistungserbringer der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung, Corona-Impfzentren und in Bereichen mit infektionsrelevanten Tätigkeiten
  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen, die Menschen mit einem hohen Risiko behandeln, betreuen oder pflegen

Wer gehört zur Impfgruppe mit hoher Priorität?

  • Über 70-Jährige
  • Personen mit Trisomie 21, Demenz oder geistiger Behinderung, nach einer Organtransplantation
  • enge Kontaktpersonen von über 80-Jährigen oder Bewohnern von Alten- Pflegeheimen und Heimen für geistig Behinderte
  • Kontaktpersonen von Schwangeren
  • Personen, die in stationären Einrichtungen für geistig behinderte Menschen tätig sind oder im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig geistig behinderte Menschen behandeln, betreuen oder pflegen
  • Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem hohen oder erhöhten Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus tätig sind, insbesondere Ärzte und sonstiges Personal mit regelmäßigem Patientenkontakt, Personal der Blut- und Plasmaspendedienste und in Corona-Testzentren
  • Polizei- und Ordnungskräfte, die im Dienst, etwa bei Demonstrationen, einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind
  • Personen im öffentlichen Gesundheitsdienst und in relevanten Positionen der Krankenhausinfrastruktur
  • Personen, die in Flüchtlings- und Obdachloseneinrichtungen leben oder tätig sind

Wer gehört zur Impfgruppe mit erhöhter Priorität?

  • Über 60-Jährige
  • Personen mit folgenden Krankheiten: Adipositas, chronische Nierenerkrankung, chronische Lebererkrankung, Immundefizienz oder HIV-Infektion, Diabetes mellitus, diverse Herzerkrankungen, Schlaganfall, Krebs, COPD oder Asthma, Autoimmunerkrankungen und Rheuma
  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen mit niedrigen Expositionsrisiko (Labore) und ohne Betreuung von Patienten mit Verdacht auf Infektionskrankheiten
  • Personen in relevanter Position in Regierungen, Verwaltungen und den Verfassungsorganen, in Streitkräften, bei der Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz und THW, Justiz
  • Personen in relevanter Position in Unternehmen der kritischen Infrastruktur, in Apotheken und in der Pharmawirtschaft, in der öffentlichen Ver- und Entsorgung, in der Ernährungswirtschaft, im Transportwesen, in der Informationstechnik und Telekommunikation
  • Erzieher und Lehrer
  • Personen mit prekären Arbeits- oder Lebensbedingungen

Wie wird der Impfstoff verteilt?

Für den Kauf und die Verteilung auf die Bundesländer ist der Bund zuständig. Geplant sind insgesamt 60 Lieferstandorte. Die regionale Verteilung organisieren die Länder. In Bayern sorgt der Freistaat für die Verteilung auf die Lagerzentren. Von dort aus werden die Impfstoffe an die Impfzentren ausgegeben.

Wie werden die temperaturempfindlichen Impfstoffe gelagert?

In den sieben Regierungsbezirken gibt es jeweils Lagerzentren für den Impfstoff. Dort stehen Ultra-Tiefkühlschränke. Darin wird zum Beispiel der Impfstoff von BioNTech/Pfizer, der wohl als erstes ausgeliefert wird, bei mindestens minus 75 Grad gelagert. Der Freistaat Bayern wird nach Aussage des Gesundheitsministeriums 40 solcher Ultra-Tiefkühlschränke aufstellen lassen. Darin können gleichzeitig bis zu drei Millionen Impfdosen gelagert werden. Die Kühlschränke verfügen über besondere Schutzmaßnahmen zur Ausfallsicherheit und sind in den Lieferzentren an ein Überwachungssystem angeschlossen. Die Impfstoffe von BioNTech werden passiv mit Trockeneis gekühlt vom Hersteller an die Lagerzentren geliefert.

Wie gelangen die Impfstoffe von den Lagerzentren an die Impfzentren?

Von den Lagerzentren übernimmt ein Kühllogistiker, je nach Impfstoffbedarf der regionalen Impfzentren, die weitere Verteilung des BioNTech-Impfstoffs. Dieser Impfstoff kann nach der Entnahme aus den Lieferzentren und der Verteilung an die regionalen Impfzentren auch in normalen Arzneimittelkühlschränken gelagert werden, sodass die Impfzentren keine speziellen Hochleistungskühlschränke benötigen.

Sind die Impfzentren gesichert?

Die Impfzentren werden an sieben Tagen rund um die Uhr durch Sicherheitspersonal bewacht. Dies geschieht in enger Absprache mit der Polizei. Die Vorgabe der Sicherung der Impfzentren dient nicht nur der Sicherung des Impfstoffes, sondern auch der Sicherstellung des reibungslosen Betriebsablaufs tagsüber.

Wie werden die Impfungen koordiniert und dokumentiert?

Der Stand der Impfungen und Impfanmeldungen sollen bayernweit ausgewertet werden können. Deshalb ist geplant, die Impfungen in den Impfzentren elektronisch zu erfassen und zu dokumentieren. So könnten Daten beispielsweise zu Zeitpunkt, Arzt, Ort der Impfung und möglichen Komplikationen erfasst werden.

Für Einrichtungen, die von mobilen Impf-Teams besucht werden, soll es eine Internetschnittstelle zur Anmeldung der Patienten und zur Erfassung der Impfung vor Ort geben. Die mobilen Teams sollen außerdem personalisierte Impfbögen mit Aufklärungsinformationen, Einverständniserklärungen und Einwilligung zum Datenschutz erhalten.

Für beauftragte Dritte ist eine analoge Rückmeldung geplant, die aber bis 15. Januar ebenfalls auf eine digitale Lösung umgestellt sein soll.

Wer bezahlt die Impfung?

Der Impfstoff wird laut Bundesgesundheitsministerium in der ersten Impfphase durch den Bund finanziert. Das nötige Zubehör für die Impfung finanzieren die Bundesländer. Das Land hat bereits 34 Millionen Spritzen angefordert. Die Impfstellen werden über den Bund und die Länder finanziert. In der zweiten Phase werden die Impfungen laut Bundesgesundheitsministerium von den Krankenkassen bezahlt.

Wie sicher ist der Impfstoff?

Nach Aussage des Robert-Koch Instituts wird ein Impfstoff erst nach ausreichender Überprüfung (drei Studienphasen) auf den Markt gebracht. Nach der Zulassung wird der Impfstoff ständig auf seine Wirksamkeit und mögliche Nebenwirkungen kontrolliert. Nebenwirkungen und Impfreaktionen werden zentral durch das Paul-Ehrlich-Institut erfasst.

Welche Nebenwirkungen gibt es?

Laut Robert Koch-Institut ist es auch bei dem Corona-Impfstoff möglich, dass sehr seltene Nebenwirkungen (sehr selten heißt zum Beispiel ein Fall auf über 10.000 Geimpfte) erst im Verlauf der Überwachung erfasst werden.

Wer haftet für Impfschäden?

Die öffentliche Empfehlung der Impfung wäre Voraussetzung für einen Schadensersatzanspruch und Staatshaftung nach § 60 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 IfSG im Fall einer gesundheitlichen Schädigung durch eine Impfung. Dazu müsste sie gesondert in die Impfbekanntmachung mit aufgenommen werden oder von der STIKO empfohlen werden. Dies ist derzeit in Arbeit.

Bin ich nach einer Infektion immun oder soll ich mich impfen lassen?

Auch nach überstandener SARS-CoV-2-Infektion ist aus medizinischer Sicht eine Impfung zu empfehlen, da es bislang keine belastbaren Aussagen zur Dauer der Immunität gibt. Allgemein gilt: Eine durchgemachte Infektionskrankheit kann einen Immunschutz erzeugen, der bei manchen Infektionskrankheiten ein Leben lang anhält. Es ist bekannt, dass Infizierte Antikörper gegen das Virus SARS-CoV-2 ausbilden. Wie stark die Immunantwort vom Infektionsverlauf abhängt, wie lange Antikörper vorhanden sind, ob und für wie lange sie vor einer erneuten Infektion schützen, ist Gegenstand aktueller Forschung und kann noch nicht abschließend beantwortet werden.

Nach einer Infektion sollen die Antikörperspiegel teilweise schnell abfallen. Was bringt dann eine Impfung?

Das Immunsystem umfasst viele verschiedene, hoch spezialisierte Zelltypen, die in einem komplexen Zusammenspiel miteinander interagieren. Die Bildung von Antikörpern gehört zu einem sehr wichtigen Arm des Immunsystems, nämlich dem humoralen Immunsystem. Einen weiteren wichtigen Arm des Immunsystems bildet die zelluläre Immunantwort. Auch dieser Teil des Immunsystems wird durch eine Impfung angeregt. Die zelluläre Immunantwort umfasst so auch Immunzellen, die infizierte Zellen erkennen und zerstören können. Somit ist es möglich, dass auch im Falle einer unzureichenden Antikörper-Erzeugung eine schützende Immunantwort durch eine Impfung erreicht werden kann. Der Einfluss der Impfung auf diese zelluläre Immunantwort wird derzeit bei der Prüfung der Impfstoffe untersucht.

Gibt es eine Impfpflicht in der Bundesrepublik?

Nein, die Impfung gegen Covid-19 ist freiwillig. Im neuen Infektionsschutzgesetz ist allerdings in Ausnahmefällen eine verpflichtende Impfung für „bedrohte Teile der Bevölkerung“ vorgesehen. Aber sowohl Bundeskanzlerin Angela Merkel als auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn haben betont, dass es keine Impfpflicht geben wird. Auch die Ständige Impfkommission, der Ethikrat und die Leopoldina lehnen eine Impfpflicht ab.


Impfungen in Nürnberg

Wo kann ich mich in Nürnberg impfen lassen?

Die Stadt fährt zweigleisig: Eine Anlaufstation ist das stationäre Impfzentrum im Messezentrum in Langwasser. Zugleich gibt es aber auch mobile Impfteams, die in Einrichtungen mit besonders infektionsanfälligen Personen gehen, und Impfbusse, die dezentral in Stadtteilen eingesetzt werden.

Wo ist das stationäre Impfzentrum in Nürnberg?

Das stationäre Impfzentrum wurde in der Halle 3C im Messezentrum in Langwasser eingerichtet. Dort sind genügend Platz und die notwendige Infrastruktur wie zum Beispiel Strom, Wasser, Sanitäranlagen oder Datenleitungen vorhanden. Das Messezentrum ist außerdem barrierefrei und sowohl mit dem Auto (Parkdeck Süd) als auch mit der U-Bahnlinie U1 (Station Messezentrum) gut erreichbar.

Wer betreibt das Impfzentrum in Nürnberg?

Betrieben wird das Impfzentrum nach einer Ausschreibung von der Ecolog Deutschland GmbH, die auch schon das Corona-Testzentrum der Stadt am Flughafen betreibt.

Ab wann ist das Impfzentrum in Nürnberg einsatzbereit?

Das Impfzentrum im Messezentrum ist seit 15. Dezember 2020 einsatzbereit. Das Impfzentrum wird zunächst mindestens bis zum 30. Juni 2021 im Betrieb sein. Es besteht aber auch die Möglichkeit, die Laufzeit zu verlängern.

Kann ich mich sofort impfen lassen, sobald das Impfzentrum geöffnet ist?

Nein. Zuerst muss der Impfstoff in ausreichender Menge zur Verfügung stehen. Daher werden zunächst die Menschen geimpft, die durch das Coronavirus besonders gefährdet sind. Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut hat den Entwurf einer Priorisierung veröffentlicht. Demnach sollen zunächst Bewohner sowie Personal von Senioren- und Altenpflegeheimen, Personen ab 80 Jahren, Personen mit besonders hohem Expositionsrisiko in medizinischen Einrichtungen, Personen in medizinischen Einrichtungen mit engem Kontakt zu vulnerablen Gruppen und Pflegepersonal in der ambulanten Altenhilfe geimpft werden. Insofern sind die Termine in der Anfangszeit zuerst diesen Gruppen vorbehalten. Daher wird es im Impfzentrum in den nächsten Wochen noch keine Termine geben.

Wieviele Impfungen sind pro Tag im Impfzentrum geplant?

Im stationären Impfzentrum können, je nach Verfügbarkeit des Impfstoffs und Bedarf, zwischen 100 und 1.000 Personen am Tag geimpft werden. Bei 300 Impfungen am Tag werden drei Impfteams – bestehend unter anderem aus Ärzten, Medizinisch-Technischen Assistenten , Assistenz- und Verwaltungskräften – im Einsatz sein. Bei 1.000 Impfungen sind es acht Teams. Hinzu kommen noch Mitarbeiter im Büro.

Wie arbeiten die mobilen Impfteams und Impfbusse?

In Nürnberg wird es acht mobile Impfteams und drei Impfbusse geben. Die acht mobilen Impfteams fahren zuerst zu den Alten- und Pflegeheimen. Sie bestehen jeweils aus einem Arzt, einem Medizinisch-Technischen Assistenten und einer Verwaltungskraft. Außerdem steht den mobilen Impfteams jeweils ein Krankentransportfahrzeug zur Verfügung.

Mit den drei Impfbussen wird die Impfversorgung in den Außenbereichen Nürnbergs sichergestellt. Die Busse sind je mit zwei Ärzten, einem Medizinisch-Technischen Assistenten und einer Verwaltungskraft besetzt. Die Standorte der Impfbusse werden noch festgelegt. In einigen Fällen sollen Kirchweihplätze genutzt werden, die in der Regel eine gute Infrastruktur aufweisen.

Betrieben werden die mobilen Einheiten nach einer Ausschreibung von der IZ-Bayern GmbH. Insgesamt werden durch die IZ-Bayern GmbH 36 Personen bei den Impfungen eingesetzt, hinzu kommen Personen in der Verwaltung oder im Lager.

Ablauf der Impfung und Impftermine

An welchen Tagen wird das Impfzentrum geöffnet sein?

Das Impfzentrum kann an sieben Tagen in der Woche in der Regel von 8 bis 16 Uhr geöffnet werden.

Wie erhalte ich einen Impftermin?

Jede Person, die sich impfen lassen möchte, muss einen Termin vorweisen, um im Impfzentrum geimpft zu werden. Für die Vereinbarung eines Termins ist vorab eine Registrierung erforderlich. Diese sollte möglichst über das Internet beziehungsweise eine App erfolgen. Die dafür benötigte Software stellt der Freistaat Bayern in Kürze zur Verfügung. Eine telefonische Anmeldung über eine Hotline des Impfzentrum-Betreibers wird ebenfalls möglich sein.

Anmeldungen könnten ab 15. Januar möglich sein. Dabei müssen Sie im ersten Schritt Ihre persönlichen Daten zur Person angeben. Erfüllen Sie die Kriterien der jeweiligen Impfphase, beispielsweise aufgrund Ihres Alters oder Ihrer Berufsguppe, werden Sie zum zweiten Anmeldeschritt zugelassen, der mit einer Terminvergabe abschließt. Erfüllen Sie die Kriterien noch nicht, werden Sie als Interessent registriert und informiert, sobald Sie geimpft werden können.

Was muss ich zur Impfung mitbringen?

Bitte bringen Sie zur Impfung im Impfzentrum Ihre Zugangsberechtigung, einen Ausweis und, falls vorhanden, Ihren Impfpass mit.

Was kostet die Impfung?

Die Impfung ist für Sie kostenlos.

Werden die Daten der geimpften Personen erfasst?

Die Daten der geimpften Personen und der Impfprozess im Impfzentrum werden über eine dem Betreiber gestellte Software erfasst.

Wie läuft der Impftermin konkret ab?

Das Impfzentrum ist als Einbahnstraßensystem angelegt:

Nach der Ankunft wird Ihre Zugangsberechtigung geprüft und kontaktlos Fieber gemessen. Personen mit einer Körpertemperatur von mehr als 37,5 Grad dürfen das Impfzentrum nicht betreten. Danach erreichen Sie den Check-In, in dem Sie registriert werden. Dies dauert etwa fünf Minuten.

Daran schließt sich die Impfaufklärung in Form eines etwa 15-minütigen Films an. Im Anschluss werden Sie in eine von 20 Impfkabinen geführt, in der eine Ärztin oder ein Arzt das Aufklärungsgespräch führt. Dabei wird auch nach Allergien, Vorerkrankungen und weiteren medizinischen Parametern gefragt. Ein Medizinisch-Technischer Assistent oder eine Assistentin führt anschließend die Impfung aus.

Danach müssen Sie noch etwa 20 Minuten in einem Wartebereich platznehmen. Sollte es direkte Impfreaktionen geben, stehen auch zwei Notfallkabinen bereit. Vor dem Verlassen des Impfzentrums müssen Sie einen Check-Out durchführen. Hierbei wird ein zweiter Termin vergeben und eine Impfbestätigung ausgegeben. Insgesamt ist also im Durchschnitt mit einem Zeitbedarf von einer Stunde zu rechnen.

Wie lange muss ich nach der Impfung im Impfzentrum bleiben?

Im Allgemeinen wird eine Nachbeobachtungszeit nach der COVID-19-Impfung von mindestens 5 Minuten empfohlen. Längere Nachbeobachtungszeiten von 15 – 30 Minuten sollten vorsichtshalber bei bestimmten Risikopersonen eingehalten werden.

Wie oft muss geimpft werden?

Die Impfung erfolgt zweimal, je nach Impfstoff in einem Abstand von zwei bis vier Wochen. Den zweiten Impftermin erhalten Sie beim Check-Out im Impfzentrum.

Wie lange wirkt der Impfstoff?

Dazu können derzeit noch keine Aussagen gemacht werden, weil noch keine Langzeiterfahrungen vorliegen.

Welche Impfreaktionen kann es geben?

Typische Beschwerden nach einer Impfung sind Rötung, Schwellung und Schmerzen an der Impfstelle, auch Allgemeinreaktionen wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und Unwohlsein sind möglich. Diese Reaktionen sind Ausdruck der erwünschten Auseinandersetzung des Immunsystems mit dem Impfstoff und klingen in der Regel nach wenigen Tagen komplett ab. Nach den bisherigen Erfahrungen mit dem Impfstoff von BioNTech/Pfizer treten die genannten Nebenwirkungen bei ein bis zwei Prozent der Geimpften auf.

Muss ich nach der Impfung die Hygieneregeln beachten?

Ja. Laut Robert Koch-Institut erlauben die bisher vorliegenden Daten noch nicht, die Wirksamkeit der COVID-19-mRNA-Impfstoffe hinsichtlich einer Verhinderung oder Reduktion der Übertragung abschließend zu bewerten. Bis zum Vorliegen neuer Daten zum Schutz der Impfung vor weiteren Übertragungen des Erregers müssen Sie deshalb auch nach Impfung die allgemein empfohlenen Schutzmaßnahmen (Beachtung von Abstands- und Hygieneregeln) weiterhin einhalten.

Muss ich vor der Impfung einen Corona-Test machen?

Nein. Laut Robert Koch-Institut gibt es nach den bisher vorliegenden Daten keinen Hinweis darauf, dass die Impfung nach bereits unbemerkt durchgemachter SARS-CoV-2-Infektion eine Gefährdung darstellt. Entsprechend besteht keine Notwendigkeit, vor Verabreichung einer COVID-19-Impfung das Vorliegen einer akuten asymptomatischen oder unerkannt durchgemachten SARS-CoV-2- Infektion labordiagnostisch auszuschließen.

Was ist, wenn ich nach der ersten Impfdosis positiv auf Corona getestet werde?

Laut Robert Koch-Institut soll die zweite Impfung vorerst nicht gegeben werden, wenn nach Verabreichung der ersten Impfstoffdosis eine SARS-CoV-2-Infektion labordiagnostisch gesichert (positive PCR) wird.

Ich benötige noch andere Impfungen. Was muss ich beachten?

Laut Robert Koch-Institut soll zu anderen planbaren Impfungen ein Mindestabstand von 14 Tagen vor Beginn und nach Ende der Impfserie eingehalten werden (Notfallimpfungen sind davon ausgenommen).

Werden Schwangere geimpft?

Laut Robert Koch-Institut liegen bisher noch keine Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit der Impfung in der Schwangerschaft und Stillzeit vor. Die Impfung wird daher vorerst in der Schwangerschaft und Stillzeit nicht empfohlen.

Werden Kinder geimpft?

Laut Robert Koch-Institut wird es den Impfstoff zunächst nur für Erwachsene geben. Die Impfstoffe sind bei Kindern und Jugendlichen noch nicht genügend auf Wirksamkeit und Sicherheit untersucht worden.

Mit wie vielen Impfwilligen wird in Nürnberg gerechnet?

Bei einer angenommenen momentanen Impfbereitschaft von etwa 60 Prozent der Bevölkerung wird mit bis zu 300.000 Personen gerechnet, die sich in Nürnberg impfen lassen. Da zweimal geimpft wird, sind das rund 600.000 Impfungen.

Wo finde ich weitere Informationen zur Impfung?

Der Bund, das Robert Koch-Institut und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung stellen Informationsmaterial und eine Einverständniserklärung zur Impfung zur Verfügung. Die Informationen werden fortlaufend weiterentwickelt und aktualisiert. Alle Links zu weiterführenden Informationen finden Sie im untenstehenden Kasten „Mehr zum Thema“.

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